Storytelling: Erzähl mir eine Geschichte!

Storytelling ist einer der wichtigsten Trends im Content- und E-Mail Marketing

„Es war einmal …“. Keine Sorge, so sollte der Einstieg in einen Newsletter oder Onlinetext nicht aussehen. Was für die Brüder Grimm gut war, ist nicht unbedingt prickelnd für Newsletter-Abonnenten oder die Besucher von Webseiten. Wir wollen ja schließlich keine Märchen erzählen, sondern ein Produkt, eine Dienstleistung oder Information gut verpackt an den Mann / die Frau bringen.

Um nichts anderes geht es bei dem neuen Hype-Wort „Storytelling“. Weg von langatmigen, manchmal langweiligen, eintönigen und mit Suchbegriffen vollgespickten Texten und hin zu spannenden Geschichten, die neugierig machen.

Aufmerksamkeit erwecken ist das Stichwort, um das es beim Storytelling geht. Und das ist gut so, denn neue Ideen müssen her, um Internetnutzer und E-Mail Empfänger wachzurütteln. Wer sich in überfüllten E-Mail Postfächern der Verbraucher behaupten will, muss sich Neues einfallen lassen, um nicht vom Empfänger weggeklickt zu werden.

Wer die Aufmerksamkeit des Lesers auf der Webseite fesseln will, sollte ihm/ihr etwas bieten, um sich aus der Masse der Konkurrenz hervorzuheben. Dafür steht Storytelling.

Für Texter und Marketer ist Storytelling eine Herausforderung – und das im positiven Sinn, denn endlich ist die legitimierte Chance da, der eigenen Kreativität und Phantasie freien Lauf zu lassen. Alles im Rahmen natürlich. Aber (fast) alles ist auch möglich im Zeichen des Storytelling. Die neue Kreativität hat vor allem Bedeutung für das E-Mail Marketing. Die Kundenansprache soll persönlicher werden. Weg von formalen Anreden wie „Sehr geehrte/r xxxxxxx“ hin zur pfiffigen Ansprache, wie zum Beispiel „Liebe Frau xxx, wussten Sie schon, dass xxxxx“.

Storytelling will die Monotonie durchbrechen, Aufmerksamkeit erregen, Bedürfnisse wecken und Kaufentscheidungen erleichtern.

Und das funktioniert nur, wenn man seine Zielgruppe mit ihren Wünschen und Bedürfnissen gut kennt. Nur so gelingt es, zielgruppengenau auf Kundenwünsche einzugehen und Lösungen anzubieten. Die plumpe Anmache à la „Kauf jetzt“ und „Wir sind die besten“ zieht schon lange nicht mehr – zumindest nicht langfristig. Denn ein erklärtes Ziel der meisten Unternehmen ist es ja, Kunden langfristig an sich zu binden. Und das gelingt nur, wenn diese sich gut aufgehoben fühlen.

Eine gute Möglichkeit, Storytelling umzusetzen, sind Themenwelten. Hier kann man wunderbar Geschichten aus dem Alltag erzählen, mit denen sich der Verbraucher identifizieren kann. In Themenwelten lassen sich Ratschläge verpacken, Lösungen vorstellen und Tipps platzieren, ohne aufdringlich zu wirken. Das Produkt, um das es geht, steht zunächst nicht im Vordergrund, denn zuerst soll ein Vertrauen zum Leser aufgebaut werde.

Storytelling kann jedoch auch ganz abstrakt sein und muss gar nichts direkt mit dem Produkt zu tun haben. Das erscheint nur am Rande, z.B. als Call-to-action oder Banner. Bei dieser Art von Storytelling geht es darum, die Markenbekanntheit, Brand Awareness, zu steigern, Die ist meist mit einer bestimmten Lebenseinstellung, einem Feeling verknüpft, die durch Storytelling transportiert wird.

Storytelling auf allen Kanälen

Storytelling ist eine Strategie, die sich über alle Kanäle ziehe sollte: von der Landingpage, über Posts in Social Media Kanälen, in Werbemitteln bis hin zu Blogbeiträgen und PR. Was bedeutet das?

Die Geschichte, also Story, die man um ein Produkt oder eine Dienstleistung entwickelt, sollte sich wie ein roter Faden durch alle Kommunikationsmaßnahmen ziehen – sowohl online als auch offline.

Storytelling stringent in Kampagnen integrieren

Ein sehr gutes Beispiel ist die Storytelling-Strategie des Automobilherstellers Opel für das Automodell Opel Adam: zur Website adamyourself

adamyourself-landingpage

Bekannt wurde der kleine Opel durch die öffentlichkeitswirksame Kooperation mit dem TV-Format „Germanys Top Modell“. Damit hat das Unternehmen einen hohen Bekanntheitsgrad hauptsächlich bei jungen Frauen erzielt. Das ist genau die Zielgruppe, die die Marketingstrategen für den Absatz dieses Automodells im Visier haben. Darauf aufbauend wurde eine Story entwickelt, in der es um die Wandelbarkeit und das Verschönern des Interieurs des Pkw geht. Angelehnt an die Sehnsucht, hübsch auszusehen und aus der Masse hervorzustechen, können junge Frauen dies auf ihr Auto übertragen, indem sie das Innenleben des Autos nach eigenen Wünschen „aufpimpen“. Die Kernaussage der Opel Adam „Mach dein Auto so schön wie dich selbst“ zieht sich stringent durch alle Maßnahmen des Kampagnenmanagements, von der Werbung bis zu passenden Landingpages.

Storytelling birgt große Chance auf Viralität

Careys Berlin-Besuch war ein PR-Erfolg für die Telekom (Alle Fotos: Telekom)

Soziale Netzwerke haben großes Potenzial, Storys zu platzieren, die sich durch „Teilen / Shares“ selbst vervielfältigen. Und sie können, wie am Beispiel der Deutschen Telekom mit dem Ballettröckchen tragenden Bob Carey, für riesiges Medienecho sorgen. Geschichten wie von dem Mann, der zur Erheiterung seiner krebskranken Frau Bilder von sich selbst im rosa Tutu macht, sind legendär.

Quelle: Erfolg im rosa Tutu Wie die Telekom mit Storytelling die Marke stärkt – Horizont

Dabei haben sie nichts mit den Produkten zu tun, aber sie schaffen Aufmerksamkeit und steigern die Markenbekanntheit. Verbraucher leiben solche Geschichten, die sich zum Beispiel in den sozialen Medien wie ein Lauffeuer verbreiten und immense Bekanntheit erlangen. Dadurch steigert sich auch der „Trust“, also das Vertrauen in das Unternehmen und letztendlich werden so auch Kunden gewonnen.

Virales Marketing ist eine Marketingform, die soziale Netzwerke und Medien nutzt, um mit einer meist ungewöhnlichen oder hintergründigen Nachricht auf eine Marke, ein Produkt oder eine Kampagne aufmerksam zu machen.Die bekannteste Form von sich im Netz viral verbreitenden Inhalten ist das Virale Video.

Quelle: Wikipedia

Aktive Imagepflege mit Storytelling

Storytelling verpackt Kernaussagen oder Werbebotschaften in emotionale Geschichten, die am besten noch ein Happy End haben. Dabei steht aber immer die Geschichte, und nicht das Produkt respektive die Marke im Vordergrund. Je aufwendiger Storytelling inszeniert wird, umso größer die Chancen auf eine hohe Publikums- und Medienresonanz. Das haben neben der Telekom auch Vodafone, Red Bull, Mercedes Benz und Apple bewiesen, die quasi Vorreiter spektakulärer Storytelling-Inszenierungen sind.

Dahinter stecken jedoch riesige Budgets, die sich ein kleines oder mittelständisches Unternehmen kaum leisten kann. Die gute Nachricht lautet aber: Gutes Storytelling ist unabhängig von der Unternehmensgröße. Dass man auch mit kleinem Budget eine aufmerksamkeitsstarke Marketingkampagne aufziehen kann, beweist zum Beispiel das Unternehmen Walters mit seinem Saftladen: zur Website

Fazit: Das Zusammenspiel von Zielseite und Seeding (dt.: Streuung), zum Beispiel via Newsletter-Versand oder Social Media Kommunikation ist essentiell für den Erfolg einer Online Marketing Kampagne mit Storytelling.

WDF*IDF Tool

WDF*IDF Tool: Schnelle Hilfe zur Erstellung und Prüfung von suchmaschinenoptimiertem Content.

Es gibt viele Tools, die die Arbeit als Texter / in für suchmaschinenoptimierten Content erleichtern. Dabei spielt es überhaupt keine Rolle, um welche Art von Texte es sich handelt: Produktbeschreibung, Unternehmensprofil, Pressemitteilung, Hintergrundinfos und so weiter.

Wer gefühlte tausend Texte über die verschiedenen Modelle einer Infrarotheizung schreiben muss – das mal als Beispiel – stößt schnell an seine Grenzen, wenn es um Unique Content geht. Und einzigartige, nicht duplizierte Texte sind nun mal wichtig, um mit frischen Inhalten aus der Masse herauszustechen und eine positive Bewertung (Ranking) für die Website in den Suchmaschinen Google & Co. zu erzielen.

Als Texterin arbeite ich gerne mit dem WDF*IDF Tool.
Um was geht es dabei?

Um die Bedeutung einer WDF*IDF Analyse für die Content-Erstellung und -Prüfung zu verstehen, hole ich etwas aus. Wir wissen, dass rein Keyword-optimierte Texte auf Density (Keyword Dichte) längst out sind. Semantik lautet heute das Zauberwort, um einen suchmaschinenfreundlichen Text mit dem Fokus auf einen (oder mehrere) Hauptsuchbegriff /e zu schreiben. Das erfordert Kreativität.

WDF*IDF zur Inspiration beim Texten

Nehmen wir das Beispiel „Infrarotheizungen“. Gier gilt es, alternative semantische Beschreibungen zu finden, die das Produkt / die Sache beschreiben, ohne jedes Mal ein und dasselbe Wort / Bezeichnung zu verwenden. Zum Beispiel: Heizung mit Infrarot, Infrarot Heizkörper, mit Infrarot heizen etc. Man spricht auch von „Terms“ – das englische Wort für „Bezeichnung“. Besonders dann, wenn man viel Content zu ein und derselben Sache / Produkt erstellen muss, gehen irgendwann die Ideen aus. Wie kann mir ein WDF*IDF Tool dabei helfen? Ganz einfach, indem es Terms, also semantische Bezeichnungen, vorschlägt, welche die Suchmaschine als relevant erachtet.

Am Beispiel des neuen – übrigens kostenfreien – WDF*IDF Tools von OnpageDoc unter www.wdfidf-tool.com lässt sich die Vorgehensweise in den Worten der Herausgeber wie folgt erklären:

„Wähle den zu analysierenden Text oder Quellcode Deiner Seite aus und lass Dir per Knopfdruck anzeigen, welche Terme fehlen oder verändert werden sollen. So kannst Du effizient eine Content Optimierung für Deine Haupt- und Unterseiten vornehmen.“

Wir haben das Tool getestet und so einfach,
schnell und effizient, wie es sich anhört, ist es auch!

Gut gefallen hat uns der Wettbewerbsvergleich, den das Tool ermöglicht. Ich gebe in das Tool die URLs der wichtigsten Mitbewerber ein und schau mir an, mit welchen Terms diese gut ranken. Natürlich greife ich die wichtigsten Terms bei der Texterstellung, beziehungsweise -optimierung für mein Projekt auf, um mindestens mit der Konkurrenz inhaltlich gleichzuziehen und bestenfalls zu überholen.

WDF*IDF zur suchmaschinenrelevanten Textprüfung

Voraussetzung einer Analyse ist bestehender Text, den man mit dem WDF*IDF Tool prüfen lassen kann. Wenn es um komplett neuen Content geht, orientiert man sich zunächst an der für die Seite relevanten Keywordanalyse mit Hauptsuchbegriffen und Proof-Keys. Tipps zur Keyword-optimierten Texterstellung könnt ihr auch in unserem Blog unter: Content is king“ oder … nachlesen.

Den Text gibt man dann in das Tool ein und erhält eine Analyse mit Vorschlägen zur Verbesserung. Gleiches gilt für bestehende Inhalte auf einer Webseite, die suchmaschinenoptimiert werden soll. Die Analyse deckt Schwachstellen im Text in Bezug auf die Verwendung semantischer Suchbegriffe auf. Daran lässt sich gut anknüpfen, um den Text SEO-konform zu überarbeiten.

Neben dem kostenlosen WDF*IDF Tool von OnpageDoc (www.wdfidf-tool.com) gibt es der Vollständigkeit halber noch folgende Anbieter, die das Tool zur kostenfreien Nutzung zur Verfügung stellen:
onpage-tool.de
onpage.org/lp/wdf/
seobility.net/wdf-idf-tool/

Content Strategien und Content Marketing in sozialen Netzwerken

Teil II

Facebook – Content für die die Kommunikationsplattform

Wer als Unternehmen eine Message hat, sollte darüber reden. Und was eignet sich im Internet besser, als das soziale Netzwerk Facebook. Die virtuelle Kommunikationsplattform bietet Onlineshops sowie Dienstleistern, Herstellern und Beratungsunternehmen mit einem Internetauftritt attraktive Möglichkeiten, um

  • mit „Followern“ in den direkten, persönlichen Dialog zu treten
  • Interaktivität zu schaffen durch Gewinnspiele und Wettbewerbe, Aufrufe, Einladungen und mehr
  • dem Leser Mehrwert durch interessante Posts (Beiträge) zu bieten um ihn zu Informieren und zu unterhalten
  • und Neukunden zu gewinnen, indem interessante Posts von der Facebook-Gemeinde geteilt werden und somit neue Leser erreichen, die zu potenziellen Käufern werden.

Um diese Ziele zu erreichen, sollte eine Strategie entwickelt werden, die einen konstanten Informationsfluss und die Betreuung von Beiträgen gewährleistet.

Und genau an dieser Stelle lassen viele gewerbliche Facebook-Auftritte sehr zu wünschen übrig. Sie verschenken einfach wertvolles Potenzial. Die Realität sieht in vielen Fällen nämlich so aus: ab und zu wird ein mehr oder weniger langweiliger bis nichtssagender Beitrag geschaltet, der weder Info- noch News-Charakter hat. Kommentare wie „ Das ist toll“ oder ähnliche sehen gezwungen aus und stehen unkommentiert auf der Seite, die Anzahl der Follower stagnier oder ist sogar rückläufig.

Das ist ein typisches Beispiel für ein Unternehmen, das zwar erkannt hat, dass Facebook eine wichtige Plattform ist, aber keinen Plan hat, wie damit umzugehen ist und welche Potenziale Facebook bietet. Social Media Aktivitäten nur als Spielwiese zu betreiben ist längst nicht mehr zeitgemäß. Es kostet das Unternehmen nicht nur unnötig Geld und Ressorsen, es schadet mit unter auch dem Ruf.

Facebook Marketing ist nichts für Praktikanten! Social Media Aktivitäten gehören in die Hände des Chefs, einer Agentur oder einem Social Media Manager des Unternehmens selbst. Einem Praktikanten mit einer solchen diffizilen Aufgabe zu beauftragen ist ein absolutes No-Go!!

Content Marketing Strategie für Facebook

Bevor Sie sich für Facebook entscheiden, entwerfen Sie eine Strategie für die Inhalte. Auch hier empfiehlt sich ein Redaktionsplan, in dem langfristig redaktionelle Inhalte respektive Posts inklusive deren Veröffentlichungstermine festgelegt werden. Jeder, der Facebook beitreten will, muss sich darüber im Klaren sein, dass die Betreuung und Pflege der Kommunikationsplattform zeit- und arbeitsaufwendig ist, wenn man es richtig machen will. Nicht selten sitzt der Chef / die Chefin oder ein verantwortlicher Mitarbeiter bis weit nach Feierabend und beantwortet Fragen der Facebook-Community. Damit sind wir beim nächsten Punkt: Verantwortlichkeit. Damit alle Maßnahmen aus dem Redaktionsplan auch 1:1 umgesetzt werden, muss geklärt sein, wer die Einstellung der Posts und die Betreuung der Facebook-Seite übernimmt. Schnelle Reaktionen auf Fragen und Kommentare der Community-Mitglieder sind wichtig für eine erfolgreiche Kommunikation.

Themen für Facebook

Wählen Sie Themen, die möglichst von allgemeinem Interesse sind, die einen News-Charakter haben und dem Leser Mehrwert bieten. Die Themen müssen nicht immer aus dem Angebotsportfolio generiert werden, sondern können auch aus themenrelevanten Topics bestehen. Wichtig ist, dass die Themen auf die Facebook Zielgruppe zugeschnitten sind und Interesse, Emotionen und Anteilnahme wecken oder Kaufanreize schaffen.

Hier zwei Beispiele zur Veranschaulichung:

  1. Die Facebook Seite eines Hundefuttershops greift auch Themen aus dem Tierschutz auf
    mit dem Schwerpunkt auf Hunde.
  2. Ein Anbieter für Diätprodukte bietet seinen Lesern regelmäßig Gesundheits- und Fitnesstipps
    sowie tolle Rezepte zum Abnehmen

Wie gewinne ich Fans bzw. Follower auf Facebook

Um viele Fans, also Follower, zu gewinnen eignen sich zum Beispiel Aktionen / Challenges, die zur einer Teilnahme aufrufen. Als Lockmittel und Belohnung (Incentivierung) gibt es entweder tolle Gewinne. Aber auch Aufrufe, zum Beispiel zu einer Spendenaktion für bedürftige Menschen oder Tiere, sprechen viele Menschen an, die so zu Fans, Followern und Markenbotschafter werden.

Vefrgessen Sie bitte gleich die Möglichkeit, von anderen Facebook-Seiten Follower anzuwerben oder bei ebay zu kaufen etc. – dafür gibt es sogar kommerzielle Anbieter. Dazu zählt auch die Strategie nicht weniger Agenturen, die ihre Mitarbeiter sehr bestimmt dazu auffordern, Facebook-Seiten von Kunden zu „Liken“ – das halten wir für unseriös und letztendlich uneffektiv! Mal ehrlich: wer Follower „kauft“ kann zwar eine tolle Anzahl an „Likes“ vorweisen, die aber wenig Qualität besitzen. So gewonnene Follower interessieren sich nicht wirklich für die Seite und werden in den seltensten Fällen zu ernsthaften Kunden.

Mit der richtigen Content Strategie Fans werben

„Teilen“ ist der Schlüsselbegriff zum Auf- und Ausbau einer starken Facebook-Fangemeinde. Je interessanter die Nachrichten, desto größer das Interesse und umso höher die Chance, dass darüber geredet und der Beitrag mit vielen neuen Facebook Mitgliedern geteilt wird.

In nächsten Beitrag geht es weiter mit Content Strategien und Content Marketing mit dem Schwerpunkt auf Blogs, Foren, Newsletter etc.

Content Management und Content Marketing Strategie

Teil I

Content Management und Content Marketing Strategie
Content Management und Content Marketing Strategie

Content Management und Content Marketing sind zwei Begriffe aus dem Onlinemarketing, die sich auf die Entwicklung, Positionierung und Verwaltungen von Website relevanten Inhalten beziehen.

Wie bereits im Artikel „Content is king“ beschrieben, sind informative und zugleich suchmaschinenoptimierte Inhalte Dreh- und Angelpunkt für einen erfolgreichen Internetauftritt. Dabei bieten sich verschiedene Möglichkeiten, Inhalte zu produzieren und platzieren.

Unter dem Begriff Content Marketing werden alle Maßnahmen zusammengefasst,
die durch Texte Mehrwert für eine Website generieren – für User und Suchmaschinen

Content Marketing Strategie

Bevor es mit der Texterstellung überhaupt losgehen kann, sollte eine Content Strategie für die Webseite erarbeitet werden. Darin werden alle Möglichkeiten betrachtet und ausgewertet, wie, wann und wo Inhalte geschrieben und platziert werden. Dabei sollte der Blick über die eigene Website hinausgehen. Wichtig für das Content Management sind nämlich auch soziale Medien wie Facebook und Twitter, Google Plus, themenrelevante Blogs, Online PR Maßnahmen etc. Da kommt einiges zusammen. Deshalb ist es wichtig, eine klare Content Strategie zu entwickeln, um Inhalte zielführend, konsequent und kontrollierbar zu produzieren und zu platzieren. Um einen Überblick über die Fülle an redaktionellen Inhalten und Veröffentlichungskanälen Onsite sowie Offsite zu behalten, empfiehlt es sich, einen Redaktionsplan zu erstellen.

Content Marketing – mit einem Redaktionsplan Ziele definieren, Content managen und den Überblick behalten

I. Content Strategie für den Internetauftritt

Die Content Strategie bezieht sich zum einen auf Inhalte, die auf der Webseite veröffentlicht werden sollen. Ziel ist es, den Leser über Produkte/Dienstleistungen zu informieren und zum Kauf bzw. zu einer Handlung (z.B. Mitglied werden, Newsletter abonnieren, spenden) aufzufordern. Die Content Strategie orientiert sich an der Webseiten-Struktur, die sich rudimentär wie folgt darstellt

  1. Startseite
  2. Angebot mit a. Kategorie- und b. Produktseiten
  3. Themenwelten (optional)
  4. FAQs oder Wissenswertes(optional)
  5. Landingpages (optional)
  6. Über uns (optional)
  7. Kontakt
  8. Impressum & Rechtliches

Für die Punkte 1 – 4 müssen anbieterspezifische Inhalte erstellt werden.

zu 1. Content-Strategie für die Startseite

Die Startseite ist die Visitenkarte des Unternehmens und beantwortet alle W-Fragen des Lesers: Wer –Was-Wann –Wo-Wie-Warum. Der Leser erhält einen Überblick über das Angebot und die Alleinstellungsmerkmale des Anbieters/der Produkte respektive Dienstleistungen. Auch für die Suchmaschine ist die Startseite superwichtig, denn sie wird vom Webcrawler* als erstes unter die Lupe genommen. Um eine gute Sichtbarkeit, engl.: Ranking, zu erzielen, muss der Text suchmaschinenfreundlich aufbereitet werden. Das bedeutet: alle wichtigen Suchbegriffe werden in dem Startseitentext aufgegriffen, strategisch wichtige interne Verlinkungen mit Ankertexten vorbereitet. Nach unserer Erfahrung ist eine Textlänge von mindestens 200 Wörtern ein SEO-Kriterium zur positiven Bewertung der Webseite.

*Ein Webcrawler ist ein Computerprogramm, das automatisch das World Wide Web durchsucht und Webseiten analysiert.(Quelle: wikipedia.org)

Konfliktpotenzial: viele Webseiteninhaber legen allergrößten Wert auf Grafiken, Bilder oder Animation, welche die Startseite dominieren sollen. Was sie nicht wissen ist, dass Google & Co. graphische Darstellungen nicht als relevanten Inhalt bewerten. Hier muss ein Kompromiss zwischen dem ästhetischen Anspruch und SEO-relevantem Content gefunden werden.

zu 2.a) Content-Strategie für Kategorieseiten

Hier ist mit einer Kategorieseite eine Produktübersichtsseite gemeint. Auch diese Seite erfüllt zwei Aufgaben: erstens, dem Leser eine Übersicht über die Produkte und relevante Informationen zu der Produktkategorie zu geben und zweitens, mit der Seite Relevanz für die Suchmaschine zu schaffen. Aus SEO-Sicht bieten Kategorieseiten wunderbares Potenzial, um weitere produkt- bzw. themenrelevante Suchbegriffe im Text zu platzieren. Voraussetzung zur Durchführung dieser Content-Strategie ist eine Kategorisierung der Produkte / Angebote, die auf der Webseite beworben / vorgestellt werden sollen. Eine saubere, zielgruppenorientierte Suchbegriffsanalyse liefert alle wichtigen Informationen für die Texterstellung der Kategorieseite.

Achtung: Viele Onlineshops vertun die Chance, mit Kategorieseiten SEO relevante Inhalte zu kreieren.

Zu 2.b) Content-Strategie für Produktseiten

Auf Produktseiten werden Artikel oder Dienstleistungen detailliert beschrieben, um dem Leser möglichst alle relevanten Inhalte zum Produkt zu liefern. Je verständlicher und korrekter ein Produkt beschrieben ist, umso einfacher wird dem Kunden die Kaufentscheidung gemacht. Produktseiten haben ebenfalls tolles Potenzial für suchmaschinenoptimierten Content. Auch hier ist eine Keyword Analyse die Basis für Content, der von Google & Co. positiv bewertet wird.

Zu 3. Content-Strategie für Themenwelten

Tchibo, Otto und der Onlineshop von RAABoThermmachen es vor: sie bieten ihren Lesern Themenwelten, mit denen sie sich identifizieren können. Eine einfache und clevere Idee, die zwei Fliegen mit einer Klappe schlägt:

  • mit allerlei Wissenswerten und Tipps wird dem Leser ein Mehrwert geboten. Er erhält zum Beispiel Antworten auf Fragen wie: Wie gestalte ich meinen Garten? Welche Modefarben sind im Frühjahr aktuell? Was bringt eine Terrassenheizung? Themenwelten schaffen Kaufanreize, ohne plakativ zu sein. Eine elegante Überleitung zu den zum Thema passende Produkte befriedigt das Kaufinteresse.
  • aus SEO-Sicht eignen sich Themenwelten hervorragend, um wichtige themen- und zielgruppenrelevante Suchbegriffe zu vertexten.

Zu 4. Content-Strategie für FAQs und Wissenswertes

Kategorien auf der Webseite, die mit FAQ (Frequently Asked Questions) oder Wissenswertes betitelt sind, sind dankbare Bereiche, um beispielsweise folgendes vorzustellen:

  • erklärungsbedürftige Produkte zu beschreiben
  • auf Anwendungen einzugehen
  • häufig gestellte Fragen von Interessenten zu beantworten
  • Hintergründe zu beleuchten
  • Studien, Zertifikate oder ähnliches

Auch für diesen Bereich behalten wir SEO für die Content-Strategie im Hinterkopf. Die Basis bildet wieder einmal eine Suchbegriffsanalyse, in der recherchiert wird, was User interessiert. Daraus werden Fragen und Antworten erarbeitet, die eine hohe Publikumsrelevanz haben – und der Suchmaschine signalisieren: hier gibt es wichtige Infos zum Thema XY.

Zu 5. Content Strategie für Landingpages (Zielseiten)

Landingpages, zu Deutsch: Zielseiten, erfüllen eine wichtige Aufgabe. Sie befriedigen inhaltlich eine Suchanfrage, sei es im Rahmen einer AdWords-Kampagne oder der organischen Suche nach einem bestimmten Schlüsselwort, engl.: Keyword. Eine Landingpage ist im klassischen Sinn eine reine SEO-Seite, die vorrangig auf ein Keyword oder eine Keyword-Kombination abgefasst ist. Das heißt aber nicht, dass Sie dem Leser keinen Mehrwert bieten und dem Shop-Betreiber keine Umsätze generieren kann. Diese wichtigen Zielvorgaben werden bei der Erstellung von Landingpages leider immer noch allzu oft vernachlässigt. Anstatt dessen werden Keyword-optimierte Landingpages irgendwo versteckt in ein „Glossar“ gestellt in der Hoffnung, die Suchmaschine wird sie schon finden. „Vertanes Potenzial!“, lautet unsere Meinung dazu! Außerdem sind die Erfolgsaussichten, mit derart einfach gestrickten Landingpages heutzutage eine Rankingverbesserung zu erzielen, gering.

Zu 6. Content Strategie für „Über uns“ – Unternehmensdarstellung

Wer diesen Menüpunkt für wichtig erachtet, kann die Seite ebenfalls nutzen, um neben wichtigen Infos zum Unternehmen auch wichtige Suchbegriffe zu platzieren. Außerdem eignet sich die Seite, um einer Message/Unternehmensphilosophie ein klares Profil zu geben. Zum Beispiel: Umweltfreundlichkeit, faire Arbeitskonditionen, Umweltbewusstsein, soziales Engagement etc..

Zusammenfassung

Content ist ein umfangreiches Thema, das strategisches Know-how und eine klare Fokussierung auf die Zielsetzung einer Webseite voraussetzt. Content Management ist Teamarbeit von Textern, Analytikern, Programmierer und dem Kunden. Mit einem Redaktionsplan lassen sich alle Zielvorgaben transparent erfassen, Maßnahmen planen und kontrollieren.

Im nächsten Beitrag geht es weiter mit Content Strategien und Content Marketing in sozialen Netzwerken und auf externen Seiten.